Tipps

Wir haben für jeden das richtige Rad

 

Tipps

Wenn Sie ein neues Fahrrad kaufen möchten, an dieser Stelle gerne ein paar Tipps von mir.

 

Wie viele Kilometer fahren Sie pro Jahr?

Je mehr, um so mehr sollten Sie auch ausgeben: fahren Sie nur bis zu 1000 km fahren, genügt ein Rad um die 500,- €. Bis 2000 km sollten es dann zwischen 700,- und 800,- € sein. Fahren Sie mehr als 3000 bis 4000 km, sollten Sie auch mehr als 1000,- € ausgeben. Je teuer das Rad ist, desto so haltbarer sind die Komponenten.

Elektronische Schaltung

Eine elektronische Schaltung lässt Sie meines Erachtens nicht schneller oder leichter fahren. Sicher ist jedoch, dass ich eine Schaltung von heute in einigen Jahren nicht mehr reparieren kann, weil es dann keine Ersatzteile mehr dafür geben wird – ein Risiko, dass in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.
Je komplizierter die Technik am Fahrrad, um so mehr Probleme werden auch Sie selbst bei kleineren Reparaturen haben.

Gewicht und Leichtlauf

Ich bin ein Fan von leichten und leicht laufenden Fahrrädern. Wenn Sie mal mit Gepäck auf Reisen gehen, wird es von selbst schwer. Es ist ein Genuss, mit einem Fahrrad zu fahren, das schön leicht ist und sehr gut läuft.
Beim Fahrradkauf darauf achten, was man unbedingt braucht. Wenn man nur einmal im Jahr das Licht braucht, genügt auch ein Batterielicht. Wenn man 90% auf der Straße fährt, kann man eventuell auf eine Federgabel verzichten. Wenn man nur alle 2 Jahre einen Platten hat, kann man auch leichtlaufende Reifen aufziehen lassen. Braucht man feste Schutzbleche? Braucht man einen Kettenschutz? Braucht man einen Ständer?
Wenn man all dies beachtet, kann ein Fahrrad garantiert um 3 bis 4 Kilo abgespeckt werden.

Antiplattreifen nur im äußersten Notfall montieren, sie machen das Rad um ca. 1 Kilogramm schwerer als es sein muss. Noch dazu ist es eine rotierende Masse, die Sie ständig antreiben müssen. Wenn jemand täglich an drei Glascontainern vorbeifahren muss, mit vielen Glassplittern am Weg, der wird nicht darum herumkommen, sich diese schweren Reifen zu montieren. Aber bitte nur im Ausnahmefall!

Sattel

Dieses Thema ist ein sehr empfindliches… Man muss keine Schmerzen aushalten oder Taubheitsgefühle ertragen. Es wird auch nicht besser. Probieren Sie verschiedene Sättel aus, bis Sie Ihren persönlichen Sattel gefunden haben. Bei langen Touren unbedingt eine gepolsterte Radhose tragen!

Lenkerposition

Viele Kunden klagen über taube Hände oder einen schmerzenden Nacken beim Radfahren. Normalerweise kann man dies durch eine aufrechtere Lenkerposition und durch ergonomische Griffe gut beheben. Radfahren soll Genießen sein und kein Leiden!

Naben- oder Kettenschaltung

Vorteile Nabenschaltung:

– dickere, haltbare Kette

– keine Überschneidungen der Gänge

Nachteile Nabenschaltung:

– schwergängiger

– reparaturaufwändiger

Vorteile Kettenschaltung:

– feinere Abstufung der Gäng

– leichtgängiger

–  einfachere Reparatur

Nachteile Kettenschaltung:

– höherer Verschleiß der Kette

Resümee:

Wer von hier nach Südafrika fahren will, sollte eine Nabenschaltung vorziehen. Ansonsten müsste man unterwegs viermal die Kette wechseln. Wer ein leichtgängiges Rad möchte, das er schnell und einfach reparieren kann, nimmt wohl lieber eine Kettenschaltung.
Wenn jemand 40 Jahre eine Rücktrittbremse gewöhnt ist, der nimmt natürlich auch weiterhin eine Nabenschaltung.

Klickpedale

Möchten Sie etwas sportlicher fahren oder einfach keine Kraft vergeuden? Die Lösung sind Klickpedale. Mit normalen Pedalen tritt man nur nach unten, ein Fuß wartet immer, bis das Pedal wieder nach oben kommt. Bei Klickpedalen ist man mit dem Pedal verbunden (eingeklickt). Nun ist es Ihnen möglich, auch von oben nach unten zu ziehen, das bringt ungefähre 10-20% mehr Leistung. Ideal wäre, wenn Sie in jeder Pedalposition in einer kreisrunden Bewegung Kraft ausüben würden. Keine Angst – durch eine kleine seitliche Drehbewegung des Schuhs sind Sie sofort wieder ausgeklickt. Zudem kann auch eine Seite des Pedals auch ohne einzuklicken benutzt werden.

Im Winter

Da im Winter die Kette und auch Teile am Rad vermehrt Nässe bzw. Salzwasser ausgesetzt sind, sollten Sie alle beweglichen Teile häufiger mit einem zäheren Öl schmieren. Sollten Sie dies versäumen, hätte es zur Folge, dass die Funktion und Langlebigkeit durch Flugrost erheblich eingeschränkt wären. Wollen Sie durch den gesamten Winter fahren, sollten Sie überlegen, ob Winter- bzw. Spikereifen sinnvoll wären.

Batterien von Tachos und Akkus von E-bikes sollten nicht bei eisiger Kälte überwintern.